Bild: Michael EndeAn dieser Stelle veröffentliche ich den schon etwas älteren, aus dem Jahr 2004 stammenden Artikel Santo Daime – Die Religion der Königin des Waldes, der bisher nur in den Entheogenen Blättern erschienen war. (Teil 1 erschienen in Entheogene Blätter 01/04 – Themenausgabe „Rituale“; Teil 2 erschienen in Entheogene Blätter 02/04 – Themenausgabe „Pilzforschung“ beide erhältlich unter: www.entheogene.de. Um den Text als pdf – Datei zu öffnen, klick Santo Daime – Die Religion der Königin des Waldes. Am Ende des Textes finden sich einige Santo Daime Hymnen. Hier geht es weiter

Santo Daime: Ein Blick auf die Geschichte und Rituale einer entheogenen Religion
2004 (pharmakeia.com)

Mehr noch als in anderen Gebieten Brasiliens war es in Amazonien zu einer Vermischung der verschiedenen Ethnien gekommen, die hier aufeinander trafen. Naturgemäß kam es dabei auch zu einer Verschmelzung der verschiedenen religiösen Traditionen der hier lebenden Menschen. Die kulturelle Geschichte des Bundesstaates Acre, einer ehemals entlegenen Region im äußersten Westen Brasiliens, ist eng verwoben mit Blüte und Niedergang des Kautschukrausches. Zu Beginn des 20. Jh. brachten die Abenteurer und Glückssucher, die vor allem aus dem verarmten Nordosten Brasiliens kamen, ihre primär afrobrasilianisch geprägte Religiosität mit in die Regenwälder von Acre. Viele gingen Liebschaften mit indianischen Frauen ein, und auch die Gebräuche der indigenen Bevölkerung unterlagen bis zu einem gewissen Grad der Aneignung durch die Einwanderer.
Einige der Gummizapfer, die sich fern der alten Heimat, oftmals verwaist von ihren Familien und religiösen Institutionen, in den Regenwäldern Acres wieder fanden, machten hier die Bekanntschaft mit Ayahuasca, jenem heiligen entheogenen Trank, der eine so zentrale Rolle in vielen Stammeskulturen des amazonischen Regenwaldes spielt. Auch ein Afro-Brasilianer von hünenhafter Statur namens Raimundo Irineu Serra (1892-1971), kam im Jahre 1912 im Gefolge einer Migrationswelle aus der verarmten nordöstlichen Sertão nach Acre, um dort sein Glück in der aufblühenden Kautschukwirtschaft zu finden. Serra stammte aus São Vincente Ferra im Bundesstaat Maranhão. Über Manaus verschlug es ihn schließlich nach Brasiléia, einem abgelegenen Vorposten im Seringal, dem Regenwald an der Grenze zu Bolivien. Serra arbeitete hier zunächst als Kautschuksammler. Später markierte er als Beamter die Grenzgebiete zu Peru und Bolivien.
Vermutlich war es hier, wo Serra erstmalig in Kontakt mit Ayahuasca kam. Der Anthropologe Edward MacRae schildert, dass Serra zusammen mit den Brüdern Antonio und Andre Costa die Bekanntschaft des peruanischen Ayahuasqueros Don Crescencio Pizango machte (MacRae 1992: 61ff). Im Verlauf seiner Einweihungen in den Gebrauch des magischen Trankes stellte Serra einen spirituellen Kontakt zu einer Frau namens Clara her. Einigen Berichten zufolge war es dieselbe Entität, die Irineu Serra bereits seit seiner Jugend in Träumen erschienen war, und ihn auch zu seinem Auszug nach Amazonien geführt hatte. Diese Frau erschien ihm in seinen Visionen, und gab sich sowohl als Königin des Waldes (port. Rainha da Floresta) wie auch als Heilige Jungfrau der Empfängnis (Nossa Senhora da Conceiçao) zu erkennen. Es ist aufgrund der anekdotenhaften, sich teils widersprechenden Überlieferungen heute vermutlich nicht mehr feststellbar, ob Irineu tatsächlich die Vision einer Entität erfuhr, die sich in verschiedenen Gestalten offenbarte oder ob er seine Visionen im Nachhinein christlich kolorierte bzw. interpretierte.
Die Königin des Waldes befahl Irineu, sich mittels einer speziellen Diät und Visionssuche im Wald auf die Übermittlung einer Lehre vorzubereiten. Was ihm dann offenbart werden würde, hätte vor ihm kein anderer gesehen, und ihm werde eine ganze Welt in die Hände gegeben werden. Nach acht Tagen sexueller Abstinenz und täglicher Kommunion mit dem Entheogen wurde Irineu schließlich seine Mission offenbart: die Schaffung eines neuen Rahmens für die Einnahme des heiligen Trankes, sowie seine Umbenennung in Daime (=Gabe) . Irineu sollte fortan das Haupt des „Imperiums von Juramidam“ sein. Doch zunächst praktizierte Mestre Irineu, wie er später von seinen Anhängern genannt werden sollte, in der Kultgruppe der Costa-Brüder. Dieser hierarchisch organisierte Kreis kann somit als ein Vorläufer der Santo Daime Bewegung betrachtet werden. Es kam zwischen Serra und Antonio Costa zum Streit um die Leitung der Gruppe, woraufhin sich Serra entschloss, für einige Jahre zum Militär zu gehen.
Im März 1930 kam Serra nach Rio Branco, wo er am 26. Mai mit der Ausführung seiner spirituellen Mission begann. Zunächst fanden sich nur drei Personen zu den damals in erster Linie konzentrativen Daime-Zeremonien ein. Später entwickelte Serra auch spezielle auf Heilung ausgerichtete Varianten der trabalho (Arbeit), wie Daimisten ihre Rituale auch nennen. Mit der Zeit versammelten sich jedoch mehr und mehr Schüler um ihn. Serra entwickelte sich zu einer hoch angesehenen Persönlichkeit in Acre. Er war mit einflussreichen Politikern befreundet, und er galt als kompetenter spiritueller Heiler.
Ab 1935 begann Irineu die spirituelle Lehre der Königin des Waldes zu empfangen, die heute in seiner im Santo Daime-Kult zentralen Hymnensammlung „O Cruzeiro“ enthalten ist. Dazu erhielt er Instruktionen zum rituellen Gebrauch des Trankes, zur Kleidung (Farda) der Daimistas und Einzelheiten der Lehre (Doktrin). Im Jahre 1945 schließlich, erhielt Serra von einem befreundeten Gouverneur, der ihn als Berater schätzte, ein eigenes Grundstück in der Umgebung von Rio Branco, wo er das Centro de Illuminacao Cristao Luz Universal (Zentrum der Erleuchtung des universalen christlichen Lichts) gründete, kurz CICLU genannt.
Um 1955 erhielt Serra Zeugnisse und Würdigungen einer esoterischen Bruderschaft aus São Paulo, die sich Circulo Esoterico da Comunhão do Pensamento nannte (Balzer 1999: 60). Die Grundprinzipien dieser Vereinigung fanden Eingang in die Daime-Religion und gelten noch heute als die spirituellen und moralischen Leitmotive der Bewegung: Harmonie, Liebe, Wahrheit und Gerechtigkeit.
Mestre Irineu sollte zum Urvater einer ganzen Reihe von lokalen Kultgruppen werden, die häufig von seinen ehemaligen Schülern geleitet bzw. gegründet wurden. Wie auch andere neureligiöse Bewegungen in Brasilien, etwa die Umbanda-Religion oder der afrobrasilianische Candomblé-Kult, sind die Ayahuasca-Kultgruppen synkretistisch geprägte Religionen, d. h., dass in ihnen Einflüsse aus verschiedenen religiösen Traditionen zum tragen kommen. Die christlich-spiritistische Deutung der schamanischen Erfahrungsdimensionen präkolumbianischer indigener Religiosität brachte in Acre zahlreiche Kulte hervor, welche die rituelle Einnahme Ayahuascas kirchlich institutionalisierten. In Rio Branco, der Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Acre, existieren heute ca. ein Dutzend verschiedener religiöser Gemeinschaften, die das Entheogen Ayahuasca sakramental verwenden.
Ein Beispiel für eine solche Abspaltung ist die als Barquinha (´kleines Boot´) bekannte Gruppierung, die von dem, wie Irineu ebenfalls aus dem Bundesstaat Maranhão stammenden Daniel Pereira de Mattos gegründet wurde. Dieser hatte während einer Ayahuasca-Messe in Alto Santo, der Kirche Irineus, ein eigenes Offenbarungserlebnis, das zur Gründung seiner Kultgruppe geführt hatte. Mestre Daniel war einige Jahre zuvor durch Irineu von seiner Alkoholabhängigkeit geheilt worden (Balzer 1999: 60).
Eine weitere Ayahuasca-Religion., die União do Vegetal (UDV), hat ihre Ursprünge um 1961 in der Stadt Porto Velho im Bundesstaat Rondonia, wenngleich sie relativ unabhängig von der Santo Daime-Tradition entstand. Die Gründung dieser Bruderschaft geht auf Mestre Gabriel da Costa zurück. Die Mitglieder der UDV stammen vielfach aus dem konservativen Spektrum der Mittelschicht und der gehobenen Schicht der städtischen Gebiete Brasiliens, wo sie in Form von nucleos, wie ihre Kultzentren genannt werden, organisiert sind.
Der Tod von Mestre Irineu am 6. Juli 1971 führte innerhalb seiner spirituellen Schule (Alto Santo) zu Streitigkeiten um die Nachfolge. Der Spiritist Sebastião Mota de Melo hatte schon zu Irineus Lebzeiten die Erlaubnis erhalten, in seiner Kommune der Colonia 5000 selber Daime herzustellen und eigene Rituale auszurichten. Nach Irineus Tod löste sich Sebastião, zunehmend von der Alto Santo. Die Colonia 5000 von Sebastião zeigte sich insgesamt weltoffener und Besuchern gegenüber aufgeschlossener als die Alto Santo, was naturgemäß zu ihrer steigenden Popularität beitrug.
Die Colonia 5000 wurde 1978 offiziell als CEFLURIS (Centro Ecclectico Fluente Luz Universal Raimundo Irineu Serra) registriert. In den achtziger Jahren beschloss Padrinho Sebastião, mit seinen Anhängern Rio Branco zu verlassen, und ins seringal Rio de Ouro umzuziehen. Einer der Gründe für den Exodus war, dass die Verwendung von Cannabis die Colonia 5000 ins Blickfeld der Behörden rückte, und schließlich, im Zuge einer polizeilichen Durchsuchung, sämtliche Plantagen dieser Pflanze verbrannt worden waren. In Rio de Ouro stellte sich nach drei Jahren heraus, dass das Eigentumsdokument für das erworbene Grundstück gefälscht und der Erwerb des Landes daher ungültig war. So zog die Gemeinschaft tiefer in den Regenwald, in den Ort Mapiá im Bundesstaat Amazonien, der von der Gemeinschaft als ein „Nova Jerusalem“ betrachtet wird. An diesem Ort, der nur durch eine Tagesreise mit dem Kanu zu erreichen ist, konnte die CEFLURIS bis heute ihre Religion relativ ungestört praktizieren und weiterentwickeln. Affiliierte Cefluris-Kirchen entstanden nach und nach in vielen brasilianischen Städten, zunächst die von dem Psychologen Paulo Roberto in der Mitte der 1980er Jahre begründete Ceu do Mar in Rio de Janeiro, viele weitere sollten folgen.
Dann intervenierte jedoch die medizinische Abteilung des brasilianischen Gesundheitsministeriums (DIMED) und die Rauschgiftkontrollbehörde (CONFEN), manche sagen, nachdem die Vereinigten Staaten Druck auf die Institutionen ausgeübt hatten. DIMED und CONFEN setzten Banisteriopsis caapi 1985 auf die Liste der kontrollierten Substanzen. Die União do Vegetal protestierte und ein Untersuchungskomitee wurde gebildet. Nachdem der Gebrauch von Ayahuasca über zwei Jahre einer intensiven Prüfung unterzogen worden war, und die Mitglieder des Komitees selbst an den Ritualen teilgenommen hatten, empfahl man, Ayahuasca wieder aus dem Betäubungsmittelgesetz zu streichen. Dies wurde 1987 ordnungsgemäß vollzogen, zur Bestürzung der USA. 1988, in der Folge von anonymen Beschwerden, die “Millionen von zum Kult gehörende Fanatiker” und “Drogensüchtige und ehemaligen Guerillas” beschuldigten, LSD und Cannabis zu verteilen, formierte die CONFEN erneut eine Untersuchungskommission. Diese bestätigte nicht nur das Dekret von 1987, welches den sakramentalen Gebrauch von Ayahuasca in Brasilien legalisierte, sondern empfahl auch, das Getränk wegen seiner positiven Wirkungen dauerhaft aus der Liste der kontrollierten Substanzen zu befreien. Nach dem Tod Sebastiãos im Januar 1990 übernahm schließlich sein Sohn Alfredo Mota de Melo die Leitung der Cefluris. Der letzte Abschnitt seiner für Daimisten der Cefluris-Linie zentralen Hymnensammlung ist mit dem programmatischen Titel Nova Era – New Age – überschrieben.

Rituale der Santo Daime-Kirche
Die Ausrichtung von Ritualen und damit die Einnahme von Ayahuasca bzw. Daime erfolgt in den verschiedenen Zentren weltweit an spezifischen Tagen, die am katholischen Kirchenjahr orientiert sind. Zweimal im Jahr, jeweils um die Sonnenwenden, gibt es ein Festival, wo es über den Zeitraum von ca. 1 Monat zur Feier von besonders vielen Ritualen kommt. Die äußere Form der Rituale entlockt Leuten, die vielleicht auf die Begegnung mit psychedelisch gestimmten Freaks oder in farbenfrohe Ponchos gehüllte Schamanen eingestimmt sind, meist zunächst ein gewisses Erstaunen: der Dresscode der Rituale schreibt eine vielleicht erstmal konservativ-puritanisch anmutende Kleidung vor. Neulinge und Teilnehmer, die nicht rituell in die Santo Daime Gemeinschaft initiiert sind, tragen weiße Kleidung. Auch Hardcore-Feministinnen haben keinen leichten Stand: Frauen sollen weiße Röcke tragen, männliche Teilnehmer weiße Hosen. Mitglieder der Gemeinschaft, Fardados (Eingeweihte) genannt, tragen dunkelblaue Hosen bzw. knielange Faltenröcke und weiße Hemden. Für die männlichen Fardados ist weiterhin eine dunkelblaue Krawatte obligatorisch, während die Frauen eine blaue Fliege tragen. Männliche wie weibliche Fardados tragen über der Brust entweder einen sechszackigen Davidstern oder einen Stern, der einen Adler über einer Mondsichel zeigt. Allgemein wird von der Kirche die Empfehlung ausgesprochen, drei Tage vor dem Ritual keine Orgasmen zu haben und spätestens vier Stunden vor Ritualbeginn keine Nahrung und keinen Alkohol mehr zu sich zu nehmen.
Christlich-katholische Elemente stehen im Zentrum der Daime-Doktrin, was z. B. daran deutlich wird, dass jedes Ritual mit dem Beten des „Ave Maria“ und des „Vater Unser“ eröffnet wird. Weiterhin gibt es Elemente, die dem spiritistischen Kardecismus und dem afrobrasilianischen Umbanda-Kult entstammen, der selbst schon um Glaubensvorstellungen aus verschiedenen religiösen und esoterischen Systemen gravitiert. Der ebenfalls in den zwanziger Jahren vor dem historischen Hintergrund der beginnenden Urbanisierung und Industrialisierung wurzelnde Umbanda-Kult genießt in Brasilien eine hohe Popularität. In seinem Mittelpunkt stehen Spirit-Possession-Phänomene und Vorstellungen von bestimmten Klassen von Geistwesen, die auch in den Ritualen und Hymnen der Daimistas angerufen werden. Auch im Verlauf von Santo Daime-Ritualen kommt es nicht selten zu Geist-Inkorporationen in speziell hierfür ausgebildete Medien (aparelhos). Es gibt auch spezifische Rituale, die darauf ausgerichtet sind, dass „leidende Geister“ aus dem Astral – so nennen Daimisten die von Ayahuasca erschlossene feinstoffliche Welt – sich im menschlichen Körper inkorporieren, um so karmische Prozesse vollenden zu können.
Doktrin ist ein Begriff, der immer wieder im Zusammenhang mit Santo Daime fällt. Er bezeichnet manchmal die religiöse Bewegung an sich, manchmal die Bedeutungen der Hymnen und dann wieder die individuellen Interpretationen des spirituellen und die Lebensführung betreffenden Wissens, das aus der Anhängerschaft und der Teilnahme an den Ritualen folgt. Es gibt meines Wissens mit Ausnahme der Hymnensammlungen keine schriftlich niedergelegten Manifeste; die Mythen und Geschichten über die Entstehung der Bewegung und die als modellhaft erachteten Lebensläufe der verstorbenen Santo Daime Führer werden mündlich tradiert. Die Inhalte der Daime-Kosmologie sind in dem allgemeinen Begriff Doktrin verdichtet.
Der heilige psychoaktive Daime-Tee wird von den Daimistas als eine universale Medizin betrachtet, die sich prinzipiell auf jede Art von Krankheit therapeutisch auswirken kann. Es herrscht die Auffassung, dass die Heilwirkung des Daime in Beziehung zu den Bemühungen eines Individuums steht, persönliches Fehlverhalten und negative Gewohnheiten zu korrigieren. Dabei wird der psychoaktive Trank als ein Schlüssel angesehen, der die Türen zu einem Bewusstseinszustand öffnet, in dem die Ursachen von Krankheit und Fehlverhalten gesehen werden können. Die in den Daime-Ritualen gesungenen Hymnen personifizieren den Daime häufig als Lehrer oder Professor, der den Weg zu Gott und zum wahren Selbst aufzeigt. Das Beschreiten dieses Weges wird als Heilungsprozess betrachtet, und das Erkennen der transzendenten Einheit mit Gott wird als Gesundheit gedeutet. Somit erscheint der Heilungsprozess eines Individuums in der Deutung der Daimistas in Resonanz mit der Qualität seiner Beziehung zur Welt zu stehen.
Es gibt verschiedene Typen von Ritualen in Santo Daime-Gemeinden, von denen einige im Folgenden kurz beschrieben werden sollen.

Teil 2

Santo Daime: Ein Blick auf die Geschichte und Rituale einer entheogenen Religion
von Silvio Andreas Rohde
www.pharmakeia.com

Rituale der Santo Daime Kirche
Grundsätzlich gibt es drei zentrale Ritualtypen in Santo Daime-Kirchen: Diese sind das so genannte Hinãrio, die Concentração, die eine meditative Ausrichtung hat, sowie auf Heilung fokussierte Rituale, die Cura genannt werden.
Daneben gibt es noch Totenmessen, sog. São Miguel-Arbeiten und Mesa Branca-Rituale, die einen starken spiritistischen Einschlag aufweisen. Diese Ritualtypen sind auf die Arbeit mit Geistwesen ausgerichtet. In ihrem Verlauf kommt es häufig zu Inkorporationen von Geistern in spezifisch dafür ausgebildete Medien. Die Daimistas glauben, dass sich leidende Geister aus dem feinstofflichen Astral inkorporieren, um innerhalb der Rituale negatives Karma ausagieren zu können. Das zur Verfügung stellen von aparelhos, also Medien für diesen Zweck, wird als Teil der spirituellen Mission der Santo Daime begriffen.

Die Concentração
Es ist Bestandteil der Santo Daime-Doktrin, dass an jedem 15. und 30. eines Monats ein Ritual des Typs Concentração abgehalten wird. Bei diesen Ritualen verharren die Teilnehmer in einer starren Körperhaltung sitzend auf einem Stuhl. Dabei soll der Rücken gerade bleiben und der Kopf nicht gesenkt werden. Weiterhin sollen weder Arme noch Beine gekreuzt werden, um den Energiefluss im Körper nicht zu behindern. Wie in den anderen Ritualen auch, wird periodisch Daime getrunken. Die in der Concentração gesungenen Hymnen variieren. In der Regel wird am Anfang das Oração (Gebet) angestimmt, eine Sammlung von Liedern, die mit Ausnahme der Hinãrios viele Rituale eröffnet. Daraufhin wird das Singen der Hymnen wiederholt von etwa 40minütigen, manchmal auch längeren oder kürzeren Intervallen des Schweigens unterbrochen. Die Hymnen der Concentração sind dann im weiteren Verlauf des Rituals nicht festgelegt, sondern werden vom Ritualleiter ausgewählt. Meist werden Abschnitte aus den verschiedenen Hinãrios gesungen.
Im Gegensatz zur religiösen Feier, dem Hinãrio, haben Rituale vom Typ Concentração eine stärker meditative Ausrichtung, indem sie in den stillen Phasen des Rituals die individuelle Exploration des durch Daime induzierten veränderten Bewusstseinszustandes ermöglichen. In gewisser Weise ist die Concentração auch ein rituelles Setting, um den Umgang mit dem Daime, insbesondere das Aufrechterhalten eines kontemplativen Gemütszustandes im veränderten Bewusstseinszustand, sowie auch das exakte und konzentrierte Singen der Hymnen, was als sehr wichtig erachtet wird, damit diese ihre heilenden Kräfte entfalten können, zu erlernen.

Das Ritual der Heilung: Cura
Wenn auch alle Ritualtypen in der Santo Daime-Doktrin als potentiell therapeutisch betrachtet werden, so gibt es doch spezifische Rituale, deren Fokus exklusiv im Bereich von Heilung angesiedelt ist, die Cura genannt werden. Rituelle Arbeiten, die eine besonders starke Heilungsenergie aufbauen wollen, werden als Sternarbeit bezeichnet. Sie erfordern idealerweise eine balancierte Anzahl von weiblichen und männlichen Teilnehmern. In der originären Form der Sternarbeit formen die Teilnehmer einen Kreis um einen zentralen sternförmigen Altar, während sieben sehr erfahrene Daimistas direkt an diesem Altar Platz nehmen. Diese sieben dürfen während der gesamten Dauer des vier- bis siebenstündigen Rituals ihren Platz nicht verlassen. Auf dem sechszackigen Altar in der Mitte des Raumes befinden sich Bilder von verstorbenen Daimista-Führern neben Bildern von Jesus Christus und katholischen Heiligen, verschiedene Kristalle, Kerzen und Räucherwerk.
Für die Heilarbeiten wird meist eine spezielle Konzentration des Daimetrankes verwendet, die einen höheren Anteil an psychoaktiven Wirkstoffen enthält, als die bei anderen Ritualtypen verwendete Konzentration. Während der Heilarbeiten befinden sich die Teilnehmer wie bei der Concentração sitzend auf Stühlen, und das Singen der Hymnen wird auch hier manchmal von kürzeren konzentrativen Phasen der Stille unterbrochen.
In einer Cura werden spezielle auf Heilung ausgerichtete Hymnen gesungen. Im Verlauf eines solchen Rituals können auch direkte Heilungspraktiken wie Massage, Handauflegen und Kristallreinigungen sowie das Ausstreichen negativer Fluide (Passés) zur Anwendung kommen. Auch im Rahmen dieser Rituale kommt es nicht selten zu Spirit-Possession Phänomenen.
Bei den Teilnehmern von Cura-Ritualen kann es zu starken affektiven Entladungen und Reaktionen physischer und psychischer Art kommen. Durchfall und Erbrechen sind durchaus normale Begleiterscheinungen in Santo Daime-Ritualen, insbesondere bei den Heilarbeiten. Meistens werden diese Reaktionen nicht in erster Linie als körperliche Abwehr erlebt, sondern vor allem als symbolische und physische Reinigung sowie als Abreaktion psychischer Traumen. Unterdrückte negative Erfahrungsinhalte können mitsamt den begleitenden Emotionen wieder belebt und ausagiert werden, wodurch der Einfluss der Erfahrungen auf ein Individuum verschwinden kann. Nach diesen schmerzhaften Erfahrungen fühlen sich die ergriffenen Teilnehmer meist erleichtert.
Das Hinãrio
Das Hinãrio ist ein Ritualtyp, der anlässlich religiöser Feiertage des katholischen Kalenders sowie an Geburts- und Todestagen von Autoritäten der Daimista-Bewegung, begangen wird. Das Hinãrio hat einen festlichen Charakter, es ist die religiöse Feier der Daimistas. Dies schlägt sich auch in der Kleidung nieder: Frauen tragen als Repräsentantinnen der Rainha da Floresta während dieser Rituale eine Krone, eine grüne Schärpe und bunte Bänder wehen von ihren Schultern. Auch die männliche Fraktion trägt selbst in der Hitze der tropischen Nächte in Brasilien zum akkurat gebundenen Schlips ein weißes Jackett. Die Anordnung der Teilnehmer während des Rituals ist mandalaförmig, es gibt 4 bzw. 6 sich jeweils gegenüberliegende Flügel, wobei eine strenge Geschlechtertrennung aufrechterhalten wird.
Hierin findet sich die rituelle Mimesis einer grundsätzlichen Polarität, die sich auch in der Symbolik des Daime-Trankes wieder findet. In der Daimista-Kosmologie wird die Liane, die hier Jagube genannt wird, mit maskulinen Attributen korreliert. Sie bildet einen Kanal für die solare Kraft des Universums und bringt die Aspekte Festigkeit (Firmeza), Disziplin (Disciplina) und Kraft (Força) in die rituelle Arbeit.
Das lunare Prinzip des Daime wird von der Chacruna-Pflanze, die Rainha genannt wird, symbolisiert. Diese bringt den Aspekt Licht in das Ritual und den Trank. Es wird gesagt, dass aus der Hochzeit dieser Polarität von Liane und Blatt, von Licht und Kraft, Sonne und Mond, in einer quasi-alchemistischen Synthese die Miraçoes, die Visionen des Daime, geboren werden.
Die Geschlechtertrennung findet sich auch in der rituellen Herstellung des Trankes (Feitio) wieder. Die Frauen sammeln und reinigen jedes einzelne Blatt der Psychotria-Pflanze, während nur die Männer das Ausschlagen der Liane und das Auskochen des Daime ausführen. Dieser Teil der Herstellung, das Ausschlagen der Liane bis nur noch Fasern übrig bleiben, wird Batiçao, Schlacht, genannt. Diese muss manchmal für mehrere Stunden durchgehalten werden, was, wie ich aus eigener Erfahrung mitteilen kann, für ungeübte bereits nach kurzer Zeit sehr anstrengend sein kann. Zur Unterstützung wird dabei auch immer wieder Daime getrunken und es werden Lieder gesungen. Dadurch kommt es manchmal plötzlich zu einer erhöhten Synchronisation unter den Teilnehmenden, und in diesen Momenten kann man gottlob einen deutlichen synergetischen Zustrom an Kraft und Leichtigkeit spüren. Zur Unterstützung wird dabei auch Daime getrunken und es werden Lieder gesungen.
In einem Hinãrio werden in der Regel die in einem Gesangbuch zusammengefassten Hymnen gesungen, die von einer einzelnen Person empfangen wurden. Diese Liedersammlungen werden, ebenso wie das Ritual selbst, Hinãrio genannt. So besteht etwa das Hinãrio „O Cruzeiro“ von Mestre Irineu aus den ca. 130 Hymnen, die der Gründer der Santo Daime Bewegung im Laufe seines Lebens empfangen hat. Der rituelle Vollzug eines Hinãrio dauert etwa 6-12 Stunden, manchmal von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Die Hymnen und die Musik sind Schlüsselelemente eines Daime-Rituals. Es gibt mittlerweile eine nahezu unübersehbare Vielfalt dieser Lieder, die, obwohl sie untereinander sehr verwandt klingen, alle einen eigenen Charakter, eine eigene Energie, haben.
Diese Hymnen werden als göttliche Offenbarungen betrachtet. Sie werden meist innerhalb der Rituale “gechannelt“ oder „empfangen“, also nicht komponiert oder erfunden. Inhaltlich geben die streng formalisierten und hochgradig repetitiven Hymnen häufig in einfache Sprache gekleidete metaphorische Parabeln des spirituellen Erkenntnisprozesses ihrer Urheber wieder. Die Botschaften und Bilder erhalten jedoch in den Ritualen unter dem Einfluss des Trankes vielfach eine mystische Tiefendimension und weitreichende persönliche Bedeutungen für die aktuelle Lebensthematik einzelner Individuen. Manche Hymnen beinhalten vor allem Anrufungen und Affirmationen der göttlichen Trinität, der Nächstenliebe und der Vergebung, andere ziehen direkte Bezüge zu biblischen Geschehnissen. Manchmal berichten die Hymnen auch von Reisen im feinstofflichen Astral, von Begegnungen mit der Sempre Virgem Maria oder von himmlischen Palästen etc. Auch geben die Hymnen häufig ein bisschen rätselhaft klingende spirituelle Gleichnisse und kleine Geschichten von Blumen, Vögeln oder Gärtnern wieder. Oft taucht das Motiv eines Gartens auf, eines spirituellen Gartens der Rainha, der gepflegt werden soll und den zu betreten eine große Achtsamkeit und Reinheit notwendig ist.
Die einfache Sprache und Symbolik der Lieder steht dabei im Gegensatz zur den unendlich komplexen Erlebnisräumen der Ayahuasca-Erfahrung. Die Lieder fokussieren den Geist immer wieder auf wenige spirituelle Grundwahrheiten, die bei konzentrativen, demutsvollen Lauschen zu einem Tor in die Unendlichkeit des Astrals und des Kosmos werden können. Im Zustand der Miraçao können die Hymnen als synästhetische astrale Mikrokosmen erlebt werden. Ich selbst fand mich einmal in einer Welt wieder, die durch den sichtbaren Gesang einer weiblichen Entität gewebt wurde. Ich sah und hörte zugleich, wie in leuchtenden überirdischen Farben und Klängen oszillierende Spiralen aus dem Mund der Entität hervorquollen, die sich unaufhörlich zu einer Vielzahl anderer Wesen und Dinge transformierten. Das ganze war von einer vollkommenen Harmonie durchwirkt, wie ich sie in dieser Perfektion vorher nie erlebt hatte.
In den Hinãrio-Ritualen wird meist eine weniger starke Konzentration des Daime ausgeschenkt. Anders als in den Heilarbeiten steht hier nicht Schattenarbeit und Exorzismus im Mittelpunkt, sondern das Zelebrieren des Mysteriums der Rainha da Floresta. In Abständen von etwa zwei Stunden wird während der gesamten Dauer des Rituals wiederholt Daime getrunken. Der genaue Zeitpunkt wird jeweils vom Padrinho oder der Madrinha, den Ritualleitern, bestimmt.
Charakteristisch für Rituale des Typus Hinãrio ist der über die gesamte Dauer des Rituals aufrechterhaltene, formalisierte Tanzschritt, der Bailado. Es gibt drei Varianten des Bailado, die sich nach dem musikalischen Rhythmus (die drei vorkommenden Rhythmen sind Marsch, Walzer und Mazurka) der ihn begleitenden Hymnen richten. In den Ritualen bewirkt der Bailado die Entstehung eines Energieflusses (Corrente) zwischen den Teilnehmern des Rituals. Dazu bewegen sich die nach Körpergröße aufgereihten Tänzer konstant und synchron von links nach rechts und dann wieder zurück. Durch die strengen Rhythmen wird mit Hilfe des Tanzes unter den Teilnehmern ein hohes Maß an Koordination, Kohärenz und Gleichklang hergestellt. Tatsächlich spürt man als Teilnehmer eines solchen Rituals ganz genau die Momente, in denen eine kollektive Harmonie herrscht. Meist kommt es in diesen Momenten auch zu bedeutsamen inneren Einsichten und tief greifenden ekstatischen Erfahrungen. Die Herstellung eines starken und besonders reinen Corrente, also Energiestromes, ist eines der Hauptanliegen in einem Daime-Ritual. Die Stärke des Corrente ist von vielen Faktoren abhängig, besonders von dem Grad der Synchronisation und Einheit unter den Teilnehmern, der sowohl Entsprechungen in den Beziehungen der Teilnehmer untereinander als auch in der innerpsychischen Gestimmtheit der einzelnen Teilnehmer aufweist. Je stärker der Corrente, desto stärker sind auch die individuellen visionären Erlebnisse und Heilungserfahrungen, die gemacht werden. Es können aber manchmal Stunden vergehen, bis eine tragende und harmonische Energie hervortreten kann, und so bezeichnen Daimistas ihre Rituale auch als Trabalho (Arbeit). Wenn man sich vorstellt, was es bedeutet, einen 12-stündigen entheogenen Marathon bei tropischen Temperaturen in Jackett und Schlips gehüllt zu durchlaufen, kann man sich sicher vorstellen, warum.
Die rituelle Arbeit, die Trabalho, bezeichnet aber vor allem auch den Prozess der Herstellung eines kollektiven Gruppengeistes. Dieser Prozess beginnt im Ritual mit den ersten erklingenden Liedern. Zunächst tauchen dabei meist keine größeren Hindernisse auf, die Lieder, Rhythmen und der einförmige Tanzschritt führen langsam und sachte aus der Alltagswirklichkeit in das rituelle Geschehen. Es ist ein bisschen, als ob ein Boot sich langsam in Bewegung setzt. Nach einer Zeit beginnt dann der Daime zu wirken. Nun tauchen oftmals kleine Wehwehchen auf oder schattenhafte Aspekt der Psyche beginnen einem zuzusetzen. Die Füße beginnen zu schmerzen, man fühlt sich vielleicht trotz des christlichen, die Nächstenliebe beschwörenden Settings, durch einen Nachbartänzer gestört, der öfter aus dem Rhythmus kommt oder notorisch falsch aber dafür umso lauter singt. Möglicherweise schleichen sich Gedanken ein, wie die restlichen noch bevorstehenden 100 Hymnen jemals durch gestanden werden sollen und man fragt sich, warum man sich das eigentlich antut und nicht lieber in der nächsten Hängematte in die Horizontale geht. Dem Autor der vorliegenden Zeilen geriet das Hier und Jetzt des Rituals nicht selten zugunsten von ich-zentrierten Gedanken und Fantasien aus dem Blickfeld.
In diesen Momenten beginnt die rituelle Arbeit, d.h. das Durchlaufen der individuellen und kollektiven Prozesse, die zur Herstellung eines harmonischen Gesamtgefüges in der Gruppe notwendig sind. Die Anweisungen dafür, sozusagen die Gebrauchsanleitung für das Ritual, kommt unmittelbar aus den Hymnen. Die Hymnen holen die Aufmerksamkeit immer wieder in das Hier und Jetzt zurück. Es erklingen z. B. häufig die einfachen Worte „Estou aqui“ –„Ich bin hier“ (eine Aussage, die in den Liedern mit einer zweideutigen Konnotation erklingt und sowohl auf Gott als auf das erlebende Selbst bezogen werden kann). Weiter empfehlen die Lieder unaufhörlich die Notwendigkeit, Liebe gegenüber den Brüdern und Schwestern im Ritual zu entwickeln, und um Kraft und Liebe zu bitten. Eine immer wieder beschworene Qualität ist auch Firmeza, was soviel wie Festigkeit im Geist und in der Liebe bedeutet. Gemeint ist hier eine disziplinierte Fokussierung des Geistes während der Rituale, um nicht aus dem inneren Gleichgewicht zu kommen. Ähnlich wie in buddhistischen Meditationen, in denen die Kultivierung von Gleichmut gegen jede innere und äußere Wahrnehmung, egal ob sie angenehm oder schmerzhaft ist, angestrebt wird, bedeutet Firmeza, allen Höhen und Tiefen der Erfahrung mit klarer unerschütterlicher Ausrichtung des Gemüts zu begegnen, um nicht aus der meditativen Balance zu fallen.

Santo Daime, die aus der Epiphanie eines einfachen amazonischen Gummizapfers entstandene Religion, hat mittlerweile eine weltweite Verbreitung erfahren und naturgemäß blieb dabei eine Konfrontation mit den Behörden nicht aus, schließlich enthält Daime/Ayahuasca DMT, welches bekanntermaßen in Anhang 1 des Betäubungsmittelgesetzes enthalten ist. Die Santo Daime-Kirche hat jedoch vor kurzem zwei wichtige Siege auf dem Weg zu einer Reformation des spirituellen Gebrauchs psychoaktiver Pflanzen errungen. Nach massiven europaweiten Repressionen gegen die Kirche, die von der Justiz als ein krimineller Verteilerring für DMT betrachtet und zur Anklage gebracht wurde, garantiert ein Urteil aus dem Jahr 2001 der Santo Daime Kirche in Holland, mit ausdrücklichem Bezug auf europäisches Recht die Freiheit, ihre Religion unter Einbezug ihres entheogenen Sakramentes auszuüben. Auch in Spanien hat die Kirche einen Sieg vor Gericht erringen können. Welche Implikationen das Urteil für die Praktizierenden der Religion in anderen Staaten, einschließlich Deutschland hat, ist ungewiss. Anhänger einer in den Niederlanden nun rechtlich geschützten Religion gelten in Deutschland vorerst weiter als kriminelle Drogendealer. Trotzdem repräsentiert das Urteil von Amsterdam eine viel versprechende Perspektive für die Zukunft entheogener Religion in Europa, die hier erstmals formal bestätigt und anerkannt wurde.

Silvio A. Rohde 2004

Santo Daime Hymne (Hino) Na Vida e com Deus aus dem Hinario O Mensageiro, empfangen von Maria Damiao (*1917 – ?1949).

NA VIDA É COM DEUS

Na vida é com Deus
E sem vida é com Deus
E o meu pensamento
Só vive é em Deus

Eu sigo é com Deus
Contrito em Deus
E sigo me lembrando
Só é em Deus

Eu sigo é com fé
E esta fé ela é de Deus
Porque quem nos levanta
É a pureza de Deus

O mestre vai na frente
Fazendo os rogos seus
Nos dando o conforto
Para nós amar a Deus

Vamos todos trabalhar
E abandonemos a ilusão
Que nós temos Deus por nós
E a virgem da Conceição.

Weitere Hymnen aus diesem Hinario: http://www.ceudemacunaima.org/mdamiao.htm

Texte: http://www.mestreirineu.org/MARIA_DAMI%C3Opdf.pdf

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